Am Anfang einer Existenzgründung steht meistens die Idee. Damit die Idee jedoch nicht zwischen den Gründungsformalitäten verloren geht, sollte sie schriftlich erfasst und damit auch eingegrenzt werden. Wichtig ist, dass die Gründungsidee genau definiert wird. Oft passiert es, dass ein Existenzgründer nur eine grobe Idee hat und er nicht weiß, was genau er anbieten möchte. Allerdings existieren auch Fälle in denen ein Gründer „zu“ motiviert ist und deswegen ein viel zu großes Angebot anbieten will.
Bedeutsam ist eine Idee dann, wenn sich die Idee vom Leistungsangebot der Konkurrenz abhebt und eins Alleinstellungsmerkmal generiert.
Dreh-und Angelpunkt jeder Gründung ist der Kundennutzen. Das heißt Sie müssen Ihre Idee dahingehend überprüfen, ob der potenzielle Kunde für Ihr Produktangebot Interesse zeigt und ob er bereit ist, für Ihre Leistung Geld zu bezahlen.
Dabei wird es sich nicht immer um eine völlig neue Geschäftsidee handeln. Die meisten Existenzgründer bieten Produkte oder Leistungen an, die am Markt bereits existieren. Gerade deshalb müssen Sie sich, von diesen schon vorhandenen Angeboten, unterscheiden. Beantworten Sie sich die Fragen:
• Welche Produkte und/oder Dienstleistungen wollen Sie Ihren künftigen Kunden anbieten? Welche Bedürfnisse der Kunden werden damit befriedigt?
• Wer genau sind Ihre künftigen Kunden (Zielgruppen)?
• Was unterscheidet Ihr Angebot von den schon im Markt vorhandenen? Warum soll der Kunde gerade zu Ihnen kommen?
Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann fragen Sie Freunde und Bekannte und bitten Sie um eine objektive Bewertung Ihres Produkts.
Auch unser Steinmetz hat sich genau überlegt mit welchem Angebot er sein Geld verdienen möchte. Zu Hause hat er sich an seinen Computer gesetzt und seine Gedanken kurz und knapp aufgeschrieben.
"Ich beabsichtige zum 01. Januar 2010 einen Steinmetzbetrieb in Kaiserslutter am Alm zu gründen. Das Produktprogramm soll als Schwerpunkte die Bereiche Grabmalarbeiten und Naturstein in Gärten, Parks etc. aufweisen. Die Entscheidung für diese Zusammenstellung basiert auf folgenden Überlegungen:
Das Produktprogramm soll als Schwerpunkte die Bereiche "Grabmalarbeiten" und "Naturstein in Gärten, Parks etc." aufweisen. Die Entscheidung für diese Zusammenstellung basiert auf folgenden Überlegungen:
• Erfahrungen und persönliches Know-how sind vorhanden.
• Ausreichende Absatzchancen am Standort sind gegeben.
• Risikostreuung: Der Markt für „Grabmalarbeiten“ stagniert langfristigen Prognosen zufolge auf dem heutigen Niveau. Der Betrieb muss mindestens zwei "Standbeine" haben, um Entwicklungschancen zu wahren.
• Kooperationsmöglichkeiten im Bereich "Naturstein" sollen genutzt werden.
• Betriebsauslastung: Bei witterungsbedingten Arbeitsausfällen im Winter kann der Betrieb u.a. Produkte "auf Halde" produzieren".
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